Zertifikatskurs PNF
08.02.–15.12.2017
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Behandlung von Krankheitsbildern in Neurologie, Orthopädie, Traumatologie (Grund- und Aufbaukurs)

Kursziel:
Sie sind in der Lage, die erworbenen Kenntnisse unter Nutzung der natürlich vorhandenen Bahnungs- und Hemmungsmechanismen des Nervensystems und unter Berücksichtigung der sensomotorischen Ausfälle auf die Behandlung der Patienten mit der PNF-Methode zu übertragen. Dabei sollen die Bewegungsmuster ökonomisiert oder weitestgehend zur Norm zurückgeführt werden. Am Ende des Aufbaukurses sollen die TeilnehmerInnen in der Lage sein, das PNF-Konzept nicht bestimmten Krankheitsbildern, sondern Symptomen zuzuordnen: Durch Auswahl der Ausgangsstellungen und Bewegungsabläufe auf der Matte, der Bank, im Sitz, im Stand und in der Fortbewegung,
sowie auch in der Anwendung von Techniken und Behandlungsverfahren soll eine vom Aufbau her funktionell orientierte Behandlung mit den Grundprinzipien und der Philosophie der PNF durchgeführt werden.

Lernziel:
Sie kennen die Zusammenhänge der funktionellen Anatomie und der Biomechanik als Grundlage der PNF-Methode und können den Bezug zu den entsprechenden Funktionsstörungen herstellen. Sie verstehen die Zusammenhänge der funktionellen Neuroanatomie und Neurophysiologie (sensomotorische Funktionskreise, Eigen- und Fremdreflexe, Gleichgewichtsapparat, pyramidales und extrapyramidales System). Dies ist die Basis dafür, periphere und zentrale Bewegungsstörungen zu verstehen und die entsprechenden klinischen Ausfallerscheinungen (Störungen der sensomotorischen Funktionskreise) ableiten zu können. Sie beherrschen die Durchführung der PNF-Pattern und Techniken (agonistische und antagonistische Techniken, Entspannungstechniken) sowie Ihren Gebrauch mit Bewegungsmustern und setzen diese indikationsbezogen und befundorientiert ein. Sie können im orofazialen Bereich die Funktion von Gesicht, Atmung, Mund, Schlund, Kehlkopf, Zungenbein etc. erkennen, Störungen beurteilen und beherrschen deren Therapie. Sie können den normalen Gang und die pathologischen Abweichungen analysieren sowie die Stadien der motorischen Kontrolle in den einzelnen Gangphasen beschreiben. Sie können Gangfehlfunktionen ableiten und die entsprechenden Bewegungsmuster und Techniken in der Behandlung beherrschen.
Die Anwendung von PNF ist in fast allen Behandlungsbereichen möglich, z.B. in der Neurologie
bei Lähmungen, Spastik und Schmerz, chirurgisch-orthopädisch, bei Erkrankungen in der Inneren Medizin und aus dem rheumatischen Formenkreis. Die angepasste Kombination von Widerstand und Widerlagerung im Zusammenspiel mit den Techniken machen erst die individuelle und spezifische Behandlung aus. Daher werden die im Grundkurs erworbenen Kenntnisse im Aufbaukurs vertieft und durch neue Aspekte im Denken und vor allem im Handeln ergänzt werden.

Hintergrund:
Das PNF-Konzept kommt bei Patienten mit neurologischen Störungen nach Abschluss der Hirnreife, aber auch bei Patienten mit orthopädischen Defiziten zum Einsatz. Es will über die Stimulation von Proprio- und Exterozeptoren sowie über den Einsatz von PNF-Techniken und PNF-Mustern physiologische Bewegungen bahnen. Wichtig für ein umfassendes Ergebnis ist die Summation von Reizen, sei es exterozeptiv (taktil, visuell, akustisch) oder propriozeptiv (Muskel-, Gelenk- und Sehnenrezeptoren). Die Befundaufnahme orientiert sich am Schema der ICF (Internationale Klassifikation der Funktionsfähigkeit, Behinderung und Gesundheit der WHO) und ist ebenfalls, wie die Grundprinzipien des motorischen Lernens, Bestandteil dieses Gesamtkonzeptes. Mit diesem nach wie vor modernen Konzept lassen sich äußerst erfolgreich Krankheitsbilder sowohl im neurologischen als auch im orthopädisch, traumatologischen Bereich behandeln. Dies geschieht einerseits auf Grundlage aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse (z.B. Motorisches Lernen / Motorische Kontrolle, Schmerzbehandlung, Behandlung von Spastizität, Ganganalyse,...), andererseits basiert die Herangehensweise auf jahrzehntelanger Erfahrung von Physiotherapeuten und Ärzten. Dabei sorgt die weltweite Vernetzung der Instruktoren durch die IPNFA (International PNF Association) für eine stetige Weiterentwicklung der Befund- und Therapieansätze auf höchstem Niveau.

Lehrplan (Grund- und Aufbaukurs): 20% Theorie, 80% Praxis

  • PNF-Definition, Philosophie, Grundprinzipien
  • Befund und Therapieplan nach ICF
  • Direkte und indirekte Behandlung
  • Techniken
  • Pattern Becken / Scapula, Extremitäten, Rumpf, Nacken
  • Gangschule
  • Mattenprogramm mit Stadien der motorischen Kontrolle
  • Therapie des facio-oralen Traktes
  • Atmung
  • Kryotherapie


Prüfung:
Im Aufbaukurs: schriftliche Theorieprüfung, Befund, mündliche praktische Prüfung

Kursleitung
Marianne Heidmann
Termin
08.02.–15.12.2017
Zeiten
09:00–18:00 Uhr
Zeitblöcke
08.–12.02.2017
09:00–18:00 Uhr
13.–17.03.2017
09:00–18:00 Uhr
11.–15.12.2017
09:00–18:00 Uhr
Kursgebühr
€ 1.375,00
Ort
Nordhausen
Zielgruppe
Physiotherapeuten
Informationen

In Zusammenarbeit mit das mediABC Nürnberg wird dieser Kurs angeboten.

 

Bei Anmeldung zum Grundkurs müssen Sie eine mindestens 1-jährige Berufserfahrung mit mind. 15 Wochenarbeitsstunden nachweisen. Reichen Sie dazu mit der Anmeldung und der Kopie der Berufsurkunde eine entsprechende Bestätigung Ihres Arbeitgebers ein.


F.s.m.R.® - Therapeut
09.04.–27.11.2017
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Funktionelle sensomotorische Rehabilitation in 6 Modulen

Das Konzept F.s.m.R.® ist ein sehr schlankes, überschaubares Therapiekonzept für Therapeuten,die bewusst, effektiv, mit hoher Erfolgsquote und wissenschaftlich fundiert arbeiten wollen. Es werden theoretische, vor allem aber praktische Kenntnisse begründbar vermittelt. Deshalb hat die F.s.m.R. ® einen hohen Stellenwert in Bezug auf das praktische Umsetzen in den Behandlungsalltag.

Es ist ein unverzichtbarer Bestandteil im Repertoire des motorisch funktionell Arbeitenden in Neurologie, Orthopädie und Traumatologie.

Inhalte aus der FBL, Brügger Therapie, MT, Neurorehabilitation und Ortho- und Traumarehabilitation, Biomechanik, funktionellen Anatomie, Physiologie, Neurophysiologie werden praxistauglichgelernt.

Ziel der F.s.m.R.® ist es, im Sinne des clinical reasoning so kausal wie möglich zu arbeiten. Dazu sollten definierte Konzepte und Techniken auf ihre jeweiligen, evidenzbasierten physiologischen Wirkprinzipien hin eruiert und ggf. modifiziert werden. Der Körper besteht aus relativ eindeutig definierten anatomischen Strukturen die funktionell und biomechanisch benutzt werden. Dieses Benutzen geschieht ausschliesslich über den entsprechenden physiologischen Mechanismus.

Therapien, die an den kausal richtigen Problemen arbeiten und dabei die funktionell anatomischen und physiologischen Prinzipien beachten, werden bei allen reversiblen Problemen ihren Erfolg haben.

Darüber hinaus sollen die ICF Kriterien für Rehabilitation berücksichtigt werden und Lehr- und Lernhilfen gekonnt eingesetzt werden. Patienten sollen nicht nur die Möglichkeit haben sich wieder richtig bewegen zu können, sondern auch gelehrt bekommen, diese in der Realität ihres Alltags auch zu tun.

Modul I Haltung und Bewegung

• Grundlagen der Körperproportionen (Kondition, Konstitution, Beweglichkeit und Statik)

   anhand der physiologischen Norm

• Pathologische Abweichungen und deren Auswirkungen auf den Bewegungsapparat

• Therapieresistente Beschwerden

• Mögliche Ursachen für Belastungssyndrome

Modul II Physiologie

• Muskelphysiologie und Neurophysiologie einmal anders, nämlich praktisch

• Bedeutung der Sensibilität

Mit diesem Wissen ausgestattet ist effektiver Arbeiten selbstverständlich  und praktische Beispiele an Patienten verdeutlichen die Inhalte des Moduls.

Modul III Praxis

• Rein praktisches Modul, welches an die Inhalte von Modul II ansetzt

• Welche therapeutischen Werkzeuge bieten sich an, für und gegen welche Pathologie

Modul IV Gang

• Ganganalyse und Gangrehabilitation

• Wie erkenne ich welche Gangmechanismen, und wie kann ich sie therapieren

• Welche therapeutischen Werkzeuge gibt es zur Behandlung von Hinkmechanismen

Modul V Neurorehabilitation

• moderne Ansätze der Neurorehabilitation werden vorgestellt

• Aspekte der Lehre und des Lernens sind integrale Bestandteile der Therapie, wie und was soll

  gelehrt werden

Anhand von Demonstration und Falltraining wird die moderne Neurorehabilitation anschaulicher.

Modul VI praktische Neurorehabilitation

• Arbeit der Teilnehmer mit Patienten unter Anleitung

• Analyse und Therapie

• Supervision und Anleitung von Patienten

Kursleitung
Rainer Pfundstein
Termin
09.04.–27.11.2017
Zeiten
14:00–16:00 Uhr
Zeitblöcke
09.04.2017
14:00–18:00 Uhr
10.04.2017
09:00–18:00 Uhr
11.04.2017
09:00–16:00 Uhr
10.07.2017
14:00–18:00 Uhr
11.07.2017
09:00–18:00 Uhr
12.07.2017
09:00–16:00 Uhr
25.11.2017
14:00–18:00 Uhr
26.11.2017
09:00–18:00 Uhr
27.11.2017
09:00–16:00 Uhr
Kursgebühr
€ 390,00
Ort
Nordhausen
Zielgruppe
Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, med. Bademeister
Informationen

Modul I        09.04.-11.04.2017
Modul II       10.07.-12.07.2017
Modul III      25.11.-27.11.2017

Preis pro Modul


Bobath für Erwachsene - 2 Kursteile
03.09.–16.12.2017
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Der Kurs wird gemäß IBITA-Richtlinien durchgeführt und gemäß § 124 Absatz 2 SGB V von den Spitzenverbänden der Krankenkassen als zertifizierte Weiterbildung anerkannt.


Der Kurs dient der theoretischen und praktischen Einführung in die Befundaufnahme und Behandlung von Erwachsenen mit Störungen in Funktion, Bewegung und Haltungskontrolle durch eine Läsion im ZNS. Sie erwerben die Kenntnisse und grundlegenden praktischen Fertigkeiten für eine Befundaufnahme sowohl auf der Partizipations- wie auch auf der Struktur- bzw. Funktionsebene.
Sie lernen eine individuelle Behandlung für Erwachsene mit Hemiparese zu planen und durchzuführen. Sie legen eine schriftliche und praktische Lehr-Lernzielkontrolle ab und erstellen eine Projektarbeit.

Kursleitung
Rainer Pfundstein
Termin
03.09.–16.12.2017
Zeiten
09:00–18:00 Uhr
Zeitblöcke
03.–10.09.2017
09:00–18:00 Uhr
10.–16.12.2017
09:00–18:00 Uhr
Kursgebühr
€ 1.550,00
Ort
Nordhausen
Zielgruppe
Physiotherapeuten, Ergotherapeuten
Informationen

Voraussetzung abgeschlossene Berufsausbildung, 1 Jahr Arbeitserfahrung als Physio- oder Ergotherapeut in Vollzeitbeschäftigung, als anrechenbare Berufserfahrungszeiten gelten Tätigkeiten mit mindestens einem Umfang von 15 Wochenarbeitsstunden, Erfahrung in der Behandlung von Erwachsenen mit neurologischen Störungen (1/3 Ihrer Patienten)

Preis incl. Prüfungsgebühr und Skript